| Diese Seite ist Teil eines Frames.
Klicke hier, um zum Frame zu gelangen. |
| Autor: | Johann Wolfgang von Goethe |
| Zum Autor: | Deutscher Dichter, 1749-1832 |
| Literatur: | Goethe bei Amazon.de |
Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen.
Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.
Das Alter hört sich gern, auch wenn es nichts zu sagen hat.
Getretener Quark wird breit - nicht stark.
Ein Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.
Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
Niemand würde viel in Gesellschaften sprechen, wenn er sich bewußt wäre, wie oft er die andern mißversteht.
Weil du die Augen offen hast, glaubst du, du siehst.
(Egmont)
Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.
Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last hat man die Last der Jahre.
Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.
Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich
würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, daß das
Wasser brennt und das Feuer löscht, daß ein Weib ohne Mann gebiert und
daß ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen
gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur.
(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)
Er ist ein heller Geist und also ungläubig.
(Wilhelm Meisters Wanderjahre III, 15)
Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will
herrschen, und da muß sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und
die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte
Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren
Massen.
(Goethe, zu Eckermann)
Der Glaube ist nicht der Aufgang, sondern das Ende allen Wissens.
...nennen sich Christen,
und unter ihrem Schafspelz
sind sie reißende Wölfe.
Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen Dinge duld' ich
mit ruhigem Mut, wie es ein Gott mir gebeut. Wenige sind mir jedoch wie
Gift und Schlange zuwider; viere: Rauch des Tabaks, Wanzen, Knobla
Knoblauch und das Kreuz!
Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von
keinem, außer von ihm selbst, hören möchte.
Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Länder aufgefressen und doch
nie sich übergessen; die Kirch' allein, meine lieben Frauen, kann
ungerechtes gut verdauen.
"Mir willst du zum Gotte machen
Solch ein Jammerbild am Holze!"
Den deutschen Mannen gereichts zum Ruhm,
Daß sie gehaßt das Christentum,
Bis Herrn Karolus' leidigem Degen
Die edlen Sachsen unterlegen.
Doch haben sie lange genug gerungen,
Bis endlich die Pfaffen sie bezwungen,
Und sie sich unters Joch geduckt;
Doch haben sie immer einmal gemuckt.
Sie lagen nur im halben Schlaf,
Als Luther die Bibel verdeutscht so brav.
Sankt Paulus, wie ein Ritter derb
Erschien den Rittern minder herb.
Freiheit erwacht in jeder Brust,
Wir protestieren all mit Lust.
"Juden und Heiden hinaus!" so duldet der christliche Schwärmer.
"Christ und Heide verflucht!" murmelt ein jüdischer Bart.
"Mit den Christen an Spieß und mit den Juden ins Feuer!"
Singet ein türkisches Kind Christen und Juden zum Spott.
Welcher ist der Klügste? Entscheide! Aber sind diese
Narren in deinem Palast, Gottheit, so geh ich vorbei.
Es werden wohl noch zehntausend Jahre ins Land gehen, und das Märchen vom Jesus Christus wird
immer noch dafür sorgen, daß keiner so richtig zu Verstande kommt.
O Freund, der Mensch ist nur ein Tor,
stellt er sich Gott als seines Gleichen vor.
(Der ewige Jude)
Du bist! du bist! sagt Lavater. Du bist!!
Du bist!! du bist!!!! du bist, Herr Jesus Christ!!!!
Er wiederholte nicht so heftig Wort und Lehre,
wenn es ganz just mit dieser Sache wäre.
(Goethe, Auf Lavaters Lied eines Christen an Christus geschrieben)
Offen steht das Grab! Welch herrlich Wunder!
Der Herr ist auferstanden! - Wer's glaubt!
Schelmen, ihr trugt ihn ja weg.
(Epigramme)
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet je des Geängstigten?
(Prometheus)
Das gefährlichste aller Bücher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn durchaus einmal von Gefährlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl unstreitig die Bibel, weil wohl kein anderes Buch so viel Gutes und Böses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat.
(Goethe, zu Johann Daniel Falk, 10.11.1810)
Ich kann überhaupt nicht begreifen, fuhr sie fort, wie man hat glauben können, daß Gott durch Bücher und Geschichten zu uns spreche. Wem die Welt nicht unmittelbar eröffnet, was sie für ein Verhältnis zu ihm hat, wem sein Herz nicht sagt, was er sich und anderen schuldig ist, der wird es wohl schwerlich aus Büchern erfahren, die eigentlich nur geschickt sind, unsern Irrtümern Namen zu geben.
(Wilhelm Meisters Lehrjahre)
Geheimnisse sind noch keine Wunder.
Die Menschheit steckt jetzt in einer religiösen Krisis. Seit die Menschen einsehen lernten, wieviel dummes Zeug man ihnen aufgeheftet, und seit sie anfangen zu glauben, daß die Apostel und Heiligen auch nicht bessere Kerle als solche Bursche wie Klopstock, Lessing und wir anderen armen Hundsfötter gewesen, muß es natürlich wunderlich in den Köpfen sich kreuzen.
Eckermann: Es täte not, daß ein zweiter Erlöser käme, um den Ernst, das Unbehagen und den ungeheuren Druck der jetzigen Zustände uns abzunehmen.
Goethe: Käme er, man würde ihn zum zweiten Male kreuzigen.
Die Botschaft hört ich wohl,
Allein mir fehlt der Glaube.
(Faust)
Die Kirche segnet den, der ihr zu Diensten fährt.
(Faust II)
Glaubt nicht, daß ich fasele, daß ich dichte;
Seht hin und findet mir andre Gestalt!
Es ist die ganze Kirchengeschichte
Mischmasch von Irrtum und von Gewalt.
(Poetische Werke 1)
Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist.
(Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre)
Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat.
(Goethe, Maximen und Reflexionen)
Buchempfehlung |
|
Das große Handbuch der ZitateÜber 25.000 thematisch geordnete Zitate auf 1136 Seiten für unter 30DM. Preis-Leistungs-Tipp. [Buch bei AMAZON bestellen] |
Lexikon der Sprichwörter und Zitate.Mit über 50.000 Zitaten auf 1.600 Seiten das ideale Buch für den beruflichen Einsatz. Die umfangreichste Sammlung auf dem deutschen Markt. [Buch bei AMAZON bestellen] |
|
Hat Ihnen der Besuch dieser Seiten Spaß gemacht? Dann empfehlen Sie diese Homepage doch auch Ihren Freunden!
Diese Seite weiterempfehlen |